PVGIS für jede Postleitzahl · Einspeisevergütung ab 1. August 2026

Balkonkraftwerk-Rechner 2026: Ertrag und Ersparnis für Ihre Postleitzahl

Postleitzahl, Module und Ausrichtung eingeben: Der Rechner zeigt sofort, wie viel Strom Ihr Steckersolargerät erzeugt, wie viel davon Ihr Haushalt wirklich nutzt und nach wie vielen Jahren es sich bezahlt hat.

So rechnen wir · Über uns

bei Berlin: 1.058 kWh/kWp

Schatten und Wechselrichter

Ersparnis pro Jahr

156 €

686 kWh Solarstrom, 63 % davon selbst genutzt

63 %
37 %
selbst genutzt
ins Netz
abgeregelt
Erzeugung im Jahr686 kWh
davon im Haushalt genutzt431 kWh · 63 %
ins Netz, ohne Vergütung255 kWh
vom Wechselrichter abgeregelt (800 VA)2 kWh
Ersparnis auf der Stromrechnung156 €
Amortisation2,9 Jahre
Ersparnis über 20 Jahre3.120 €
Erzeugung je Monat: Dezember 19 kWh, Juni 86 kWh
Rechenweg Schritt für Schritt
  1. PLZ 10115 (Region Berlin): 1.058 kWh je kWp bei 35° Süd laut PVGIS für den Mittelpunkt der Postleitzahl.
  2. Neigung 90° und gewählte Himmelsrichtung: 764 kWh je kWp. Mal 0,90 kWp: 688 kWh vor dem Wechselrichter.
  3. Viertelstunde für Viertelstunde gegen 74 gemessene Haushalte mit 2.500 kWh im Jahr: 63 % des Stroms nutzt der Haushalt selbst.
  4. 431 kWh × 36,2 ct = 156 € im Jahr; 450 € Kaufpreis ÷ Ersparnis = Amortisation.

Schätzung mit dem mittleren Wetter 2005 bis 2023 (PVGIS) und gemessenen Haushaltslasten. Ein einzelnes Jahr weicht um einige Prozent ab. So rechnen wir

Das Wichtigste in Kürze

Ein Balkonkraftwerk mit zwei Modulen zu je 450 Watt Peak, senkrecht am Südgeländer, erzeugt in Hamburg rund 633 kWh im Jahr und in München rund 727 kWh: Der Standort macht 15 % Unterschied, deshalb rechnet diese Seite mit der Postleitzahl und nicht mit einem Durchschnitt. Die Strahlung kommt aus PVGIS, dem Rechenwerk der EU-Kommission, einzeln abgefragt für jede der 10.815 deutschen Postleitzahlen. Wie viel davon die Stromrechnung senkt, hängt vom Verbrauch im selben Moment ab: Wir haben jede Viertelstunde eines Jahres gegen 74 gemessene Haushalte gerechnet. Bei 2.500 kWh Jahresverbrauch nutzt ein Haushalt in Berlin mit diesem Gerät 63 % des Stroms selbst und spart bei 36,2 Cent je Kilowattstunde 156 € im Jahr. Erlaubt sind 2.000 Watt Peak Module an höchstens 800 Voltampere Wechselrichter; angemeldet wird nur im Marktstammdatenregister, innerhalb eines Monats.

Ertrag und Balkonkraftwerke in den Großstädten

Ertrag je kWp bei 35° Süd laut PVGIS und Zahl der Balkonkraftwerke in Betrieb laut Marktstammdatenregister (15. Oktober 2026), je 1 000 Einwohner.

StadtkWh je kWpBalkonkraftwerkeje 1 000 Einw.
München 1.137 9.905 6,6
Stuttgart 1.127 6.604 10,8
Freiburg im Breisgau 1.121 3.034 12,8
Frankfurt am Main 1.081 4.613 6,1
Leipzig 1.078 6.360 10,4
Dresden 1.071 6.668 11,8
Nürnberg 1.070 5.095 9,6
Berlin 1.048 27.237 7,4
Köln 1.038 7.774 7,6
Düsseldorf 1.033 3.789 6,1
Hannover 1.011 4.150 7,9
Hamburg 976 11.994 6,4

Die Regeln für Balkonkraftwerke 2026

2.000 Wp und 800 VA
So viel Modulleistung und Wechselrichterleistung erlaubt § 8 Abs. 5a EEG für ein Steckersolargerät.
Nur ins Marktstammdatenregister
Innerhalb von 1 Monat nach Inbetriebnahme; eine Meldung beim Netzbetreiber darf nicht verlangt werden.
Alter Zähler bleibt
Bis der Zweirichtungszähler kommt, darf das Gerät am vorhandenen Zähler laufen (§ 10a Abs. 3 EEG).
Mieter dürfen verlangen
Seit Oktober 2024 ist das Steckersolargerät eine privilegierte bauliche Veränderung (§ 554 BGB, § 20 WEG).

So rechnet der Balkonkraftwerk-Rechner

Der Rechner geht in vier Schritten vor, und jeder steht im Rechenweg unter dem Ergebnis. Zuerst liest er den Jahresertrag, den PVGIS für den Mittelpunkt Ihrer Postleitzahl liefert: eine Anlage mit 1 kWp, 35° geneigt und nach Süden, mit dem Horizont aus dem Geländemodell. Wir haben dafür alle 10.815 deutschen Postleitzahlen einzeln abgefragt, dazu 838 Rasterpunkte für Karten und Regionen. Dann rechnet er diesen Wert auf Ihre Neigung und Himmelsrichtung um, mit einer Matrix aus 81 weiteren PVGIS-Abfragen für Ihre Großregion. Senkrechte Module am Geländer verlieren gegenüber dem Optimum etwa ein Drittel, Ostmodule etwas weniger als Westmodule, weil der Morgen in Deutschland klarer ist als der Nachmittag.

Im dritten Schritt wird der Strom gegen den Verbrauch gelegt. Dafür nutzen wir die Lastprofile der HTW Berlin: 74 Haushalte, ein Jahr lang minütlich gemessen. Jedes Profil wird auf Ihren Jahresverbrauch skaliert und Viertelstunde für Viertelstunde mit der Erzeugung verglichen. Nur was der Haushalt im selben Moment braucht, spart Geld; der Rest geht unvergütet ins Netz. Liegt die Modulleistung über 800 VA, kappt der Wechselrichter die Mittagsspitze, auch das wird abgezogen. Zum Schluss: selbst genutzte Kilowattstunden mal Strompreis ergibt die Ersparnis, Kaufpreis geteilt durch Ersparnis die Amortisation.

Nichts davon verlässt Ihren Browser. Der Rechner fragt weder nach Name noch nach Telefonnummer und leitet keine Anfrage an einen Händler oder Installateur weiter.

Warum die Postleitzahl den Ertrag verändert

Deutschland ist für die Sonne kein einheitliches Land. Am Rasterpunkt bei Hamburg liefert ein Kilowatt Peak bei 35° Süd 976 kWh im Jahr, bei München 1.137 kWh, im Bundesdurchschnitt nach Einwohnern 1.057 kWh. Zwischen dem schwächsten und dem stärksten Rasterpunkt liegen 843 und 1.185 kWh. Wer mit einem Mittelwert für ganz Deutschland rechnet, verschätzt sich im Norden nach oben und im Süden nach unten.

Die gängigen Rechner fragen nach einer Region aus einer Liste oder nach dem Bundesland. Das reicht nicht: Innerhalb Bayerns trennt das Alpenvorland mit seinem Horizont und das Maintal mehr als zwischen manchem Nachbarland. PVGIS rechnet mit Satellitenstrahlung von 2005 bis 2023, mit Temperatur und Wind, und berücksichtigt Berge, die die tiefe Wintersonne verdecken. Ihre Hauswand oder der Baum gegenüber sind darin nicht enthalten; dafür gibt es unter dem Rechner die Verschattung.

Verbrauch 2.500 kWh, Strompreis 36,2 ct/kWh, ohne Speicher.
StadtkWh je kWp (35° Süd)900 Wp senkrecht SüdErsparnis/Jahr
Hamburg976633 kWh149 €
Berlin1.058686 kWh156 €
München1.137727 kWh161 €

Eigenverbrauch: warum nicht jede Kilowattstunde zählt

Ein Balkonkraftwerk liefert seinen Strom zwischen zehn und sechzehn Uhr. In dieser Zeit laufen in vielen Wohnungen nur Kühlschrank, Router und Standby, zusammen vielleicht 100 bis 200 Watt. Die Simulation mit den 74 Haushalten zeigt, wie groß der Effekt ist: Mit 900 Wp aufgeständert in Berlin nutzt ein kleiner Haushalt mit 1.500 kWh 42 % des Stroms selbst, ein Haushalt mit 4.500 kWh 73 %.

Hier liegt der häufigste Fehler fremder Rechner: Sie setzen einen festen Prozentsatz an und multiplizieren ihn mit dem Ertrag. Das Ergebnis klingt besser, als es auf der Stromrechnung ankommt. Wer seine Waschmaschine, den Geschirrspüler oder das Laden des E-Bikes in die Mittagsstunden legt, liegt über unserem Mittelwert, wer tagsüber außer Haus ist, darunter.

Wie viel vom Balkonstrom Ihr Haushalt selbst nutzt

Eigenverbrauch

56 %

Erzeugung (Bundesmittel, 35° Süd)949 kWh
selbst genutzt529 kWh
unvergütet ins Netz419 kWh
Ersparnis im Jahr192 €
Mit Speicher vergleichen →

Senkrecht am Geländer oder aufgeständert

Die meisten Balkonkraftwerke hängen senkrecht am Geländer. Das ist sicher und unauffällig, kostet aber Ertrag: In Berlin bringen dieselben 900 Wp senkrecht nach Süden 686 kWh, mit 35° aufgeständert 950 kWh. Senkrechte Module haben einen Vorteil, den viele übersehen: Sie liefern im Winter vergleichsweise viel, wenn die Sonne tief steht, und im Sommer weniger Spitze, die der Haushalt ohnehin nicht nutzen würde. Der Eigenverbrauchsanteil liegt deshalb höher.

Ost- und Westbalkone sind kein Ausschlussgrund. Senkrecht nach Westen kommt ein Gerät in Hamburg noch auf 441 kWh, und der Strom fällt in den Nachmittag und frühen Abend, wenn mehr verbraucht wird. Ein Nordbalkon dagegen lohnt sich selten; der Rechner zeigt es, wenn Sie Nord wählen.

800 Watt, 2 000 Watt Peak und Speicher

Seit dem Solarpaket I gilt ein Gerät als Steckersolargerät, wenn die Module zusammen höchstens 2.000 Watt Peak und der Wechselrichter höchstens 800 Voltampere haben (§ 8 Abs. 5a EEG). Mehr Module an einem 800-VA-Wechselrichter sind also erlaubt. Sie bringen morgens, abends und im Winter mehr Strom; mittags regelt der Wechselrichter ab. Bei 1 800 Wp aufgeständert in Berlin gehen so 370 kWh von 1.904 kWh verloren.

Ein Speicher auf der Gleichstromseite fängt genau diese Spitze auf und gibt sie abends ab. Mit 2 kWh steigt der selbst genutzte Strom dieser Anlage von 698 auf 1.149 kWh im Jahr, ein Plus von 163 €. Ob sich das rechnet, hängt vom Aufpreis ab; der Rechner für Balkonkraftwerke mit Speicher vergleicht beide Fälle direkt.

Anmeldung, Zähler und Mietwohnung

Angemeldet wird ausschließlich im Marktstammdatenregister, innerhalb eines Monats nach der Inbetriebnahme (§ 5 Abs. 5 MaStRV). Der Eintrag dauert etwa eine Viertelstunde; ein Speicher wird als zweite Einheit ergänzt. Am 15. Oktober 2026 waren dort bundesweit 1.532.438 Steckersolargeräte in Betrieb registriert. Ein alter Drehstromzähler darf bis zum Tausch weiterlaufen, auch wenn er bei Überschuss rückwärts zählt (§ 10a Abs. 3 EEG); den Zweirichtungszähler baut der Messstellenbetreiber ohne eigenen Auftrag ein.

Mieter haben seit dem 17. Oktober 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 306) einen Anspruch auf die Erlaubnis (§ 554 BGB), Wohnungseigentümer auf den Beschluss der Gemeinschaft (§ 20 WEG). Beim Kauf zahlen Sie keine Mehrwertsteuer auf Module, Wechselrichter und Speicher (§ 12 Abs. 3 UStG), und die Ersparnis ist kein Einkommen.

Werte und Annahmen 2026

Alle Werte werden aus den Datendateien gelesen; ändert sich eine Quelle, ändert sich jede Seite.
WertStandQuelle
Module höchstens2.000 Wp§ 8 Abs. 5a EEG
Wechselrichter höchstens800 VA§ 8 Abs. 5a EEG
Frist für die Registrierung1 Monat§ 5 Abs. 5 MaStRV
Strompreis Haushalte36,2 ct/kWhEurostat, 2026-S1
Ertrag 35° Süd, Bundesmittel1.057 kWh/kWpPVGIS 5,3, SARAH-3
Systemverluste14 %PVGIS-Standard
Haushaltsprofile74 Haushalte, 15 MinutenHTW Berlin
Stunden mit negativem Preis 2025573SMARD

Beispiele aus fünf Städten

Ausrichtung Süd, Verbrauch 2.500 kWh, Kaufpreis 450 €, beim Speicher dieselben 450 € (Rechnung je Zeile, Preise bitte selbst eintragen).
StadtAnlageErzeugungselbst genutztErsparnisAmortisation
Hamburg900 Wp, 90°633 kWh65 %149 €3,0 J.
Berlin900 Wp, 35°950 kWh56 %192 €2,3 J.
München900 Wp, 90°727 kWh61 %161 €2,8 J.
Köln1.800 Wp, 35°1.520 kWh37 %251 €1,8 J.
Dresden1.800 Wp, 35°, 2 kWh1.654 kWh60 %418 €1,1 J.

Wann sich ein Balkonkraftwerk nicht lohnt

Ein Gerät am Nordbalkon, ein Balkon im Schatten eines Nachbarhauses, ein Haushalt, der tagsüber leer ist und kaum Grundlast hat: Dann sinkt die Ersparnis unter 50 Euro im Jahr, und die Amortisation dauert länger als die Lebensdauer des Wechselrichters. Auch ein großer Speicher an einem kleinen Gerät lohnt selten; er wird im Winter kaum voll. Der Rechner zeigt solche Fälle ehrlich, statt sie schönzurechnen.

Wer ein Einfamilienhaus mit freiem Dach hat, sollte die Rechnung auch für eine richtige Anlage machen: Der Photovoltaik-Rechner rechnet mit der Einspeisevergütung des Inbetriebnahme-Zeitraums und der 60-Prozent-Grenze des Solarspitzengesetzes.

Alle Rechner auf einen Blick

Was Leser fragen

Wie viel Strom erzeugt ein 800-Watt-Balkonkraftwerk im Jahr?

Das hängt vor allem von der Ausrichtung ab. Zwei Module mit zusammen 900 Wp bringen in Berlin senkrecht nach Süden rund 686 kWh, aufgeständert mit 35° rund 950 kWh und senkrecht nach Osten rund 486 kWh im Jahr. Die 800 W begrenzen nur die Leistung des Wechselrichters, nicht die Jahresmenge. Ihre Postleitzahl ändert den Wert um bis zu ein Sechstel.

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk auch bei wenig Verbrauch?

Ja, aber weniger. Mit 900 Wp aufgeständert nach Süden in Berlin nutzt ein Haushalt mit 1.500 kWh Jahresverbrauch 42 % des Stroms selbst und spart 144 €, ein Haushalt mit 4.500 kWh nutzt 73 % und spart 250 €. Entscheidend ist, wie viel tagsüber läuft: Kühlschrank, Router, Homeoffice.

Muss ich mein Balkonkraftwerk beim Netzbetreiber anmelden?

Nein. Seit dem Solarpaket I genügt die Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, innerhalb von 1 Monat nach der Inbetriebnahme (§ 5 Abs. 5 MaStRV). Zusätzliche Meldungen beim Netzbetreiber dürfen nicht verlangt werden (§ 8 Abs. 5a EEG); das Register informiert ihn selbst. Ein Speicher wird dort als eigene Einheit eingetragen.

Bekomme ich Geld für den Strom, den ich ins Netz einspeise?

In der Regel nicht. Balkonkraftwerke laufen in der unentgeltlichen Abnahme: Der Überschuss fließt ins Netz, ohne Vergütung. Deshalb zählt im Rechner nur der selbst genutzte Teil als Ersparnis. Wer viel einspeist, gewinnt mehr durch einen kleinen Speicher oder durch Verbraucher, die mittags laufen, als durch größere Module.

Darf ich als Mieter ein Balkonkraftwerk aufstellen?

Sie dürfen es verlangen. Seit dem 17. Oktober 2024 zählt die Stromerzeugung durch Steckersolargeräte zu den baulichen Veränderungen, die der Vermieter erlauben muss, außer sie sind ihm unzumutbar (§ 554 Abs. 1 BGB). In der Eigentümergemeinschaft gilt dasselbe nach § 20 Abs. 2 WEG. Über das Wie, etwa Befestigung und Optik, wird gesprochen, über das Ob nicht mehr.

Warum zeigt der Rechner weniger Ersparnis als andere Rechner?

Viele Rechner setzen einen festen Eigenverbrauch von 50 oder sogar 80 Prozent an. Wir simulieren jede Viertelstunde mit gemessenen Haushalten: Morgens und abends braucht der Haushalt Strom, wenn die Sonne schwach ist, mittags ist es umgekehrt. Mit einem Speicher von 2 kWh steigt der Eigenverbrauch einer 1 800-Wp-Anlage in Berlin von 37 % auf 60 %.

Welcher Strompreis steckt im Rechner?

Voreingestellt sind 36,2 Cent je Kilowattstunde, der Durchschnittspreis deutscher Haushalte mit 2 500 bis 5 000 kWh im 2026, erstes Halbjahr nach Eurostat, einschließlich Grundpreisanteil und Steuern. Für die Ersparnis zählt Ihr Arbeitspreis auf der Rechnung, meist etwas niedriger. Tragen Sie ihn ein, das Ergebnis passt sich sofort an.

Gesetze und Daten

Verfasst von

Herausgeber von Solarrechnern: Ertrag nach Postleitzahl, Eigenverbrauch, Einspeisevergütung

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