Photovoltaik-Rechner 2026: was Ihre Dachanlage bringt
Eine 10-kWp-Anlage in Köln bringt 1.220 € im Jahr und hat sich nach 12,3 Jahren bezahlt, wenn sie 15.000 € kostet. Rechnen Sie Ihr Dach.
Geprüft von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · So rechnen wir
Nutzen pro Jahr
1.220 €
10.291 kWh Solarstrom · Amortisation 12,3 Jahre
| Erzeugung im Jahr | 10.291 kWh |
|---|---|
| selbst genutzt | 1.578 kWh · 15 % |
| eingespeist | 8.428 kWh |
| abgeregelt (60-%-Grenze) | 286 kWh |
| Ersparnis Strombezug | 571 € |
| Einspeisevergütung (7,70 ct/kWh) | 649 € |
| Nutzen im Jahr | 1.220 € |
| Amortisation | 12,3 Jahre |
| Überschuss nach 20 Jahren | 9.400 € |
Rechenweg Schritt für Schritt
- PLZ 50667 (Region Köln): 1.038 kWh je kWp bei 35° Süd (PVGIS); für Ihre Ausrichtung und 30° Neigung 1.029 kWh je kWp.
- Eigenverbrauch aus der Viertelstunden-Simulation mit 74 Haushalten (4.000 kWh): 15 %.
- Ohne Smart Meter darf die Anlage höchstens 60 % ihrer Leistung einspeisen (§ 9 Abs. 2 EEG, Inbetriebnahme ab 25. Februar 2025).
- Satz für die Inbetriebnahme 1. August 2026 bis 31. Dezember 2026, anteilig nach Leistung: 7,70 ct/kWh, fest für 20 Jahre.
- Negative Preise: ohne Smart Meter bleibt die Vergütung für kleine Anlagen bestehen (§ 51 Abs. 2 EEG).
Schätzung mit dem mittleren Wetter 2005 bis 2023 (PVGIS) und gemessenen Haushaltslasten. Ein einzelnes Jahr weicht um einige Prozent ab. So rechnen wir
Der Photovoltaik-Rechner verbindet drei Dinge, die Angebotsrechner meist trennen. Erstens den Ertrag am eigenen Ort: PVGIS der EU-Kommission für Ihre Postleitzahl, umgerechnet auf Neigung und Himmelsrichtung, in Köln 1.029 kWh je kWp bei 30° Süd. Zweitens den Eigenverbrauch aus einer Viertelstunden-Simulation mit 74 gemessenen Haushalten: Von 10.291 kWh einer 10-kWp-Anlage nutzt ein Haushalt mit 4 000 kWh 15 % selbst, mit 8 kWh Speicher 31 %. Drittens die Regeln für Neuanlagen ab dem 1. August 2026: 7,70 ct/kWh Einspeisevergütung bis 10 kWp, über 10 kWp anteilig weniger, Einspeisung ohne Smart Meter höchstens 60 Prozent der Leistung, und mit Smart Meter keine Vergütung bei negativen Börsenpreisen. Der Nutzen ist die Summe aus gesparter Stromrechnung und Vergütung, die Amortisation der Kaufpreis geteilt durch diesen Nutzen.
Was der Rechner rechnet
Aus der Postleitzahl liest der Rechner den PVGIS-Ertrag einer 35° nach Süden geneigten Anlage und rechnet ihn auf Ihre Dachneigung und Ausrichtung um; ein Ost-West-Dach wird je zur Hälfte nach Osten und Westen gerechnet. Dann wird jede Viertelstunde eines Jahres simuliert: erst der Haushalt, dann der Speicher, dann das Netz. Für Anlagen, die ab dem 25. Februar 2025 in Betrieb gehen und keinen Smart Meter haben, gilt die Begrenzung der Einspeisung auf 60 % der Nennleistung (§ 9 Abs. 2 EEG): Was darüber liegt und nicht im Haus gebraucht oder gespeichert wird, verfällt.
Die Vergütung ist die des Zeitraums Ihrer Inbetriebnahme laut Bundesnetzagentur, anteilig nach Leistung. Steuern spielen bei Anlagen bis 30 kWp je Wohneinheit keine Rolle: Die Einnahmen sind einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG), und auf Kauf und Montage fällt keine Umsatzsteuer an (§ 12 Abs. 3 UStG).
Das Beispiel Köln
| ohne Speicher | mit 8 kWh Speicher | |
|---|---|---|
| Erzeugung | 10.291 kWh | 10.291 kWh |
| selbst genutzt | 1.578 kWh (15 %) | 3.230 kWh (31 %) |
| eingespeist | 8.428 kWh | 6.783 kWh |
| durch 60-%-Grenze verloren | 286 kWh | 278 kWh |
| Nutzen im Jahr | 1.220 € | 1.692 € |
| Kosten (Annahme) | 15.000 € | 21.000 € |
| Amortisation | 12,3 Jahre | 12,4 Jahre |
Der Speicher verdoppelt fast den selbst genutzten Strom, aber jede gespeicherte Kilowattstunde bringt nur den Unterschied zwischen Strompreis und Vergütung. Ob er sich lohnt, entscheidet sein Preis; der Stromspeicher-Rechner rechnet das getrennt. Die Kosten sind Annahmen: Tragen Sie Ihr Angebot ein, denn Preise je kWp unterscheiden sich stark nach Dach, Region und Ausstattung.
Grenzen der Rechnung
Verschattung durch Gauben, Kamine oder Bäume ist nicht enthalten; jede Stunde Schatten mittags kostet mehr als morgens. Wärmepumpe und Elektroauto verschieben den Verbrauch, und die gemessenen Haushalte von 2010 hatten beides kaum. Wer eines davon plant, rechnet mit höherem Verbrauch und prüft das Ergebnis mit dem Größenrechner. Für die Regeln ab 2027 gilt: Der Gesetzentwurf ist noch nicht beschlossen, gerechnet wird mit dem geltenden EEG 2023; was geplant ist, steht unter Einspeisevergütung 2027.