Einspeisevergütung 2026: Sätze aller Zeiträume und Ihr Mischsatz
Für Anlagen, die vom 1. August 2026 bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, zahlt der Netzbetreiber 7,70 ct/kWh für den Überschuss bis 10 kWp und 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung, 20 Jahre lang.
Geprüft von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · So rechnen wir
Einspeisevergütung
7,53 ct/kWh
856 € im Jahr für 11.371 kWh
| bis 10 kW | 7,70 ct |
|---|---|
| über 10 bis 40 kW | 6,66 ct |
| über 40 bis 100 kW | 5,44 ct |
| Mischsatz für 12,0 kWp | 7,53 ct |
| eingespeist im Jahr | 11.371 kWh |
| Vergütung im Jahr | 856 € |
| über 20 Jahre | 17.117 € |
Rechenweg Schritt für Schritt
- Maßgeblich ist der Tag der Inbetriebnahme: 1. August 2026 bis 31. Dezember 2026. Der Satz gilt 20 Jahre lang plus das Inbetriebnahmejahr.
- Über 10 kWp wird anteilig gerechnet: die ersten 10 kW zum ersten Satz, der Rest zum zweiten (§ 48 Abs. 2 EEG).
- Eingespeist wird nur der Überschuss: 85 % des Ertrags bei 4.000 kWh Verbrauch.
Schätzung mit dem mittleren Wetter 2005 bis 2023 (PVGIS) und gemessenen Haushaltslasten. Ein einzelnes Jahr weicht um einige Prozent ab. So rechnen wir
Die Einspeisevergütung nach dem EEG 2023 richtet sich nach dem Tag der Inbetriebnahme und bleibt danach 20 Jahre lang fest. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht die Sätze je Zeitraum; seit Februar 2024 sinken sie alle sechs Monate um 1 %. Wer zwischen dem 1. August 2026 und dem 31. Dezember 2026 anschließt, bekommt bei Teileinspeisung 7,70 ct/kWh für den Leistungsanteil bis 10 kW, 6,66 ct/kWh für den Teil bis 40 kW und 5,44 ct/kWh bis 100 kW. Bei Volleinspeisung sind es 12,22 ct/kWh und 10,24 ct/kWh. Größere Anlagen erhalten einen Mischsatz, eine 12-kWp-Anlage 7,53 ct/kWh. Im Beispiel Stuttgart speist diese Anlage bei 4.000 kWh Verbrauch 11.371 kWh ein und erhält 856 € im Jahr. Das EEG 2023 gilt für Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen; für spätere Anlagen liegt bisher nur ein Gesetzentwurf vor.
Sätze aller Zeiträume seit 2023
| Inbetriebnahme | Teil bis 10 kW | Teil bis 40 kW | Teil bis 100 kW | Voll bis 10 kW | Voll bis 40 kW | Voll bis 100 kW |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. August 2026 bis 31. Dezember 2026 | 7,70 | 6,66 | 5,44 | 12,22 | 10,24 | 10,24 |
| 1. Februar 2026 bis 31. Juli 2026 | 7,78 | 6,73 | 5,50 | 12,34 | 10,35 | 10,35 |
| 1. August 2025 bis 31. Januar 2026 | 7,86 | 6,80 | 5,56 | 12,47 | 10,45 | 10,45 |
| 1. Februar 2025 bis 31. Juli 2025 | 7,94 | 6,88 | 5,62 | 12,60 | 10,56 | 10,56 |
| 1. August 2024 bis 31. Januar 2025 | 8,03 | 6,95 | 5,68 | 12,73 | 10,68 | 10,68 |
| 1. Februar 2024 bis 31. Juli 2024 | 8,11 | 7,03 | 5,74 | 12,87 | 10,79 | 10,79 |
| 1. Januar 2023 bis 31. Januar 2024 | 8,20 | 7,10 | 5,80 | 13,00 | 10,90 | 10,90 |
Die Werte stammen aus den Veröffentlichungen der Bundesnetzagentur, frühere Zeiträume aus ihrem Archiv. Teileinspeisung heißt: Der Haushalt verbraucht zuerst selbst, nur der Überschuss wird vergütet (§ 21 EEG). Bei Volleinspeisung geht der ganze Strom ins Netz, dafür ist der Satz höher (§ 48 Abs. 2a EEG). Alle Sätze der Tabelle sind bereits um 0,4 ct je kWh gegenüber dem anzulegenden Wert gemindert, wie es § 53 Abs. 1 EEG für die Einspeisevergütung vorsieht.
Wie der Mischsatz entsteht
Die Leistungsgrenzen sind keine Stufen, ab denen die ganze Anlage weniger bekommt. Jeder Teil der Leistung wird mit seinem eigenen Satz bewertet, und der Durchschnitt gilt für jede eingespeiste Kilowattstunde.
| Anlage | Teileinspeisung | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| 10 kWp | 7,70 ct/kWh | 12,22 ct/kWh |
| 12 kWp | 7,53 ct/kWh | 11,89 ct/kWh |
| 15 kWp | 7,35 ct/kWh | 11,56 ct/kWh |
| 25 kWp | 7,08 ct/kWh | 11,03 ct/kWh |
| 40 kWp | 6,92 ct/kWh | 10,74 ct/kWh |
| 60 kWp | 6,43 ct/kWh | 10,57 ct/kWh |
| 100 kWp | 6,03 ct/kWh | 10,44 ct/kWh |
Eine 25-kWp-Anlage kommt so auf 7,08 ct/kWh, eine 60-kWp-Anlage auf 6,43 ct/kWh. Der Rechner oben bildet diesen Mischsatz für jede Leistung und jeden Zeitraum und rechnet mit dem Ertrag Ihrer Postleitzahl aus, wie viel im Jahr ankommt.
Was die Vergütung im Jahr schmälert
Zwei Regeln des Solarspitzengesetzes betreffen Anlagen ab dem 25. Februar 2025. Ohne Smart Meter dürfen sie nur 60 % ihrer Leistung einspeisen (§ 9 Abs. 2 EEG); mit Smart Meter entfällt die Vergütung, solange der Börsenpreis negativ ist (§ 51 EEG). Der Rechner berücksichtigt je nach Auswahl das eine oder das andere. Die Absenkung um 1 % je Halbjahr regelt § 49 EEG; sie trifft nur neue Anlagen. Mehr dazu unter Solarspitzengesetz und negative Strompreise.
Was ab 2027 geplant ist
Alle Sätze auf dieser Seite gelten nach dem EEG 2023 für Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen. Für spätere Anlagen hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die feste Vergütung für neue Anlagen durch eine befristete Übergangszahlung ersetzen würde. Er ist noch nicht beschlossen. Was er für eine Anlage bedeuten würde, rechnet Einspeisevergütung 2027 als Vergleich. Wer zwischen Teil- und Volleinspeisung schwankt, findet die Abwägung unter Volleinspeisung oder Teileinspeisung.